Opera Tickets Italy




    Tschaikowski / Ginastera / Márquez / Moncayo

    Tschaikowski / Ginastera / Márquez / Moncayo

    Mit einem Programm, das wohlüberlegt zusammengestellt wurde, ist Tschaikowski / Ginastera / Márquez / Moncayo ein Konzert am Teatro Filarmonico in Verona, bei dem der renommierte mexikanische Maestro Carlos Miguel Prieto die Leitung hat. Als Violinsolist ist Augustin Hadelich vorgesehen, ein italienisch-deutsch-amerikanischer Musiker, der bei der 58. Grammy-Verleihung im Jahr 2016 den Preis für das beste klassische Instrumentalsolo gewann.

    Das Programm beginnt mit einem der beliebtesten Violinkonzerte des modernen klassischen Repertoires, dem Konzert für Violine und Orchester in D-Dur op. 35 von Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Es wurde am 4. Dezember 1881 in Wien uraufgeführt. Tschaikowski begann mit der Arbeit daran, während er sich im Schweizer Kurort Clarens von seiner wenig erbaulichen Ehe mit Antonina Miljukowa erholte, die zu diesem Zeitpunkt bereits in die Brüche gegangen war. Das Konzert zeigt die Kühnheit der schöpferischen Phantasie des Komponisten. Obwohl das Stück gut organisiert und klar strukturiert ist, lässt es viel Raum für freie Ausdrucksmöglichkeiten, nicht zuletzt für den Solisten.

    Das Konzert wird mit Musik von Alberto Ginastera, einem im Jahr 1916 geborenen argentinischen Komponisten, fortgesetzt. Vier Tänze aus Estancia op. 8A, ist das ausgewählte Stück, das nur drei Jahre nach Ginasteras Studienabschluss komponiert wurde. Im Mittelpunkt der ballettartigen Komposition stehen Gauchos, argentinische Cowboys, wobei sich der Begriff Estancia einfach auf eine Rinderfarm bezieht. Die Vier Tänze aus dem Ballett wurden im Jahr 1943 am Teatro Colón in Buenos Aires uraufgeführt. Das Ballett wurde jedoch erst im Jahr 1952, also beinahe ein Jahrzehnt später, aufgeführt.

    Der Danzón Nr. 2 von Arturo Márquez ist der nächste Teil des Konzertprogramms. Der gebürtige Mexikaner Márquez verbrachte einen Großteil seines frühen Lebens in Kalifornien. Später studierte er Musik in Mexiko und Frankreich. Der Danzón Nr. 2 ist die bekannteste und populärste Komposition in der bisherigen Karriere des Komponisten. Das Stück mit seinen wechselnden Tempi und seinem modernen Tanzstil wurde im Jahr 1994 in Mexiko-Stadt vom Orquesta Filarmónica de la UNAM uraufgeführt.

    Das Programm schließt mit Huapango von José Pablo Moncayo, einem mexikanischen Pianisten und Komponisten, der im Jahr 1912 geboren wurde. Die Uraufführung des Stücks, einer Rhapsodie für Orchester, ereignete sich im August 1941 am Palacio de Bellas Artes in Mexiko-Stadt. Es wurde in Auftrag gegeben, unter der Prämisse, ein Stück zu komponieren, das auf der volkstümlichen Musik der Region Veracruz in Mexiko basiert. Als Inspiration für das Orchesterwerk wurden drei Lieder ausgewählt, die jeweils von einem charakteristischen Huapango-Rhythmus unterlegt sind.

    Carlos Miguel Prieto, ein ehemaliger zweifacher lateinamerikanischer Grammy-Preisträger, der im Jahr 2016 unter anderem den Preis für das beste klassische Album erhielt, ist seit über einem Jahrzehnt Musikdirektor des Orquesta Sinfónica Nacional de México. Das Konzert Tschaikowski / Ginastera / Márquez / Moncayo ist eine hervorragende Gelegenheit, um den Maestro einmal in Aktion zu erleben, der mit all dem Charisma und den ausdrucksstarken musikalischen Interpretationen dirigiert, für die er bekannt ist.




    image Teatro Filarmonico Verona / Per gentile concessione Fondazione Arena di Verona / Foto Gilles Alonso