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Gran Teatro La Fenice


Platea B, € 108
Platea A, € 96



Ives / Bellini / Wagner, Markus Stenz

Ives / Bellini / Wagner, Markus Stenz

Das Opernhaus La Fenice in Venedig veranstaltet eine Reihe von Konzerten unter der Leitung des deutschen Dirigenten Markus Stenz, der Werke von Charles Ives, Vincenzo Bellini und Richard Wagner interpretiert. Diese Aufführungen bieten ein abwechslungsreiches Musikprogramm, das gleichermaßen begeistert und unterhält. Am Gran Teatro La Fenice in Venedig gab Stenz im Jahr 1988 sein Operndebüt, und seine Rückkehr dorthin markiert einen weiteren Höhepunkt in seiner herausragenden Karriere.

Jedes Konzert beginnt mit einem der bekanntesten Werke von Ives, The Unanswered Question (auf Deutsch: Die unbeantwortete Frage), ein Titel, der auf The Sphynx zurückzuführen ist, ein Gedicht von Ralph Waldo Emerson. Ives schrieb diese Musik im Jahr 1908, überarbeitete sie jedoch erheblich zwischen den Jahren 1930 und 1935. Daher fand ihre eigentliche Uraufführung – nach Ansicht der meisten Musikwissenschaftler, die sich auf amerikanische Musik spezialisiert haben – am McMillin Theatre in New York City am 11. Mai 1946 statt, und damit sehr viel später als sie ursprünglich konzipiert worden war. Das Werk gliedert sich in drei Abschnitte, einen Abschnitt für Trompete, einen für vier Flöten und einen Streicherabschnitt, die jeweils bewusst asynchron zueinander spielen.

Als nächstes steht Bellinis Norma Sinfonia auf dem Programm, die der italienische Komponist als eine Art Ouvertüre nutzte, um die Themen vorzustellen, die er in seiner Oper behandeln würde. Norma ist eine tragische Oper in zwei Akten, die am 26. Dezember 1831 an der Mailänder Scala uraufgeführt wurde. Die Sinfonia beginnt in angemessen dramatischem Stil mit Unisono-Akkorden. Die exaltierten Streicherbewegungen des Anfangs verklingen jedoch bald, sobald Holzblasinstrumente in den Vordergrund treten, bevor sich die Streichergruppe zurückdrängt, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu erregen.

Der letzte Teil der Aufführung konzentriert sich auf den deutschen Komponisten Richard Wagner. Als Abschluss des Programms wurden Teile seines Musikdramas Parsifal ausgewählt, das am 26. Juli 1882 bei den Bayreuther Festspielen in Bayern uraufgeführt wurde. Dieser Teil des Konzerts konzentriert sich auf Wagners Verwendung von Zwischenmusik – oder Transformationsmusik – bekannt als „Verwandlungsmusik“, mit der er die Stimmung zwischen den Szenen in seinem Drama veränderte. Bei diesem Konzert stammt ein Großteil der Musik aus Parsifals Eröffnungsakt.

Stenz hat Wagner bereits viele Male zuvor dirigiert und insbesondere seinen gesamten Ring-Zyklus sowie unter anderem Lohengrin und Tannhäuser aufgeführt. In der Vergangenheit hat er preisgekrönte Aufnahmen der Symphonien von Gustav Mahler geschaffen. Stenz ist Ehrenmitglied des Royal Northern College of Music. Angesichts des abwechslungsreichen Programms und eines derart illustren Maestros bieten diese Konzerte mit Sicherheit zum Nachdenken anregende Unterhaltung.




image Gran Teatro La Fenice / Fondazione Teatro La Fenice, Michele Crosera