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Gran Teatro La Fenice


Platea B, € 192
Platea A, € 156
Palco laterale-parapetto, € 108
Galleria, € 90



Die Kameliendame, Ballett von J. Neumeier

Die Kameliendame, Ballett von J. Neumeier

Mit seinem Ballett Die Kameliendame beschäftigt sich der amerikanische Choreograph John Neumeier mit einem klassischen Werk, das bereits leuchtende Spuren in mehreren Genres hinterlassen hat und schafft es dabei trotzdem, es zu seinem eigenen zu machen. Die Performance beruht auf der gleichnamigen Novelle von Alexandre Dumas d.J., einem monumentalen Stück Literatur, das auch Giuseppe Verdi dazu inspirierte, seine zeitlose Oper La Traviata zu erschaffen. Neumeiers Ballettversion nimmt sich gegenüber dem berühmten Quelltext Freiheiten, bewahrt dessen Essenz jedoch auf großartige Weise und drückt die Emotionen der Titelhelden in einer unnachahmlichen, instinktiven Art und Weise aus. Die Kameliendame debütierte am 4. November 1978 im Württembergischen Staatstheater in Deutschland, vorgetragen vom Ballett Stuttgart. Das Gran Teatro La Fenice in Venedig bringt in dieser Spielzeit eine wahrhaft besondere Tanzperformance zur Aufführung.

Den Anstoß von Alexandre Dumas’ Novelle, aber auch von Giacomo Puccinis Manon Lescaut nehmend, macht John Neumeier sich daran, die Schönheit und die Tragik einer dem Untergang geweihten Liebe zu erkunden. Seine Hauptcharaktere sind die Kurtisane Marguerite Gautier und ihr treuer Verehrer Armand. Ebenso wie im berühmten Quelltext ist die etwas ältere und deutlich erfahrenere Frau bezüglich der Liaison zunächst zurückhaltend, sogar zynisch, aber wer kann schon den Vorstößen der wahren Liebe widerstehen? Marguerite und Armand finden sich in einer Reihe von Abenteuern überall in Paris wieder, wobei sie sich nach und nach in ihrer aufblühenden Liebe verlieren. Ähnlich wie bei Violetta und Alfredo in La Traviata oder wie bei Manon und Des Grieux in Manon Lescaut setzt die harte Realität jedoch ein und der Traum muss zu Ende gehen.

Die sentimentale, sehr technische Musik von Frédéric Chopin ist der perfekte Ansporn für Neumeiers eindrucksvolle, vielseitige und intensive Choreographie. Selten haben menschliche Emotionen eine lebendigere Ausdrucksform gefunden als in Die Kameliendame und in den wunderschönen Tanzsequenzen, die nur ein erfahrener Meister wie John Neumeier erdenken könnte. Dieses Ballett hat sich seinen Platz gleich neben den anderen berühmten Werken verdient, die es zitiert und nimmt einen wohlverdienten Platz im neoklassischen Pantheon ein. Das Gran Teatro La Fenice lädt Sie zu einem ganz besonderen Erlebnis ein.




image Gran Teatro La Fenice / Fondazione Teatro La Fenice, Michele Crosera