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Ariadne auf Naxos, Oper von R. Strauss

Ariadne auf Naxos, Oper von R. Strauss

Ariadne auf Naxos von Richard Strauss ist wahrlich eine einmalige Oper. Sie kombiniert geschickt ein ernstes mythologisches Drama mit einer absurden Komödie und verschiebt die Grenzen des Konzepts einer Geschichte innerhalb einer Geschichte. Das Stück war als Studie über die Vorliebe des Publikums für anspruchsvolle Kunst einerseits oder seichtes Amusement andererseits konzipiert und wurde im Dezember 1912 direkt nacheinander mit einem Theaterstück von Hugo von Hofmannsthal uraufgeführt, einer großartigen Mischung aus Theater und Oper, die insgesamt sechs Stunden dauerte. Da die anfängliche Rezeption allgemein abweisend war und die Zuschauer schnell die Geduld mit der überlangen Dauer der Aufführung verloren, tauschten Hofmannsthal und Strauss das erweiterte Stück gegen einen Prolog ein, der die Oper erläutert. Die neue und verbesserte Ariadne auf Naxos wurde am 4. Oktober 1916 an der Wiener Staatsoper uraufgeführt. So war ihr letztlich dauerhafter Erfolg beschieden, und das völlig zu Recht, wie das Publikum am Gran Teatro La Fenice in Venedig sehen wird.

Während Text und Handlung von Ariadne auf Naxos erhebliche Änderungen erfuhren, blieb die Musik von Strauss während der gesamten Entwicklung des Stücks relativ intakt. Man kann mit Sicherheit sagen, dass der Komponist von Anfang an ins Schwarze getroffen hat. Insbesondere die weiblichen Arien wie „Großmächtige Prinzessin“ oder „Wo war ich?“ müssen hier besonders hervorgehoben werden.

Ariadne auf Naxos besteht aus zwei Teilen: dem „Prolog“, der die komplizierte Handlung vorstellt, und der „Oper“, die eigentlich eine Geschichte innerhalb einer Geschichte ist. Das Einzigartige an der Schöpfung von Strauss und von Hofmannsthal ist die nahtlose Verschmelzung einer klassischen Oper und einer schlichten Komödie. Zwei Künstlergruppen treffen sich im Haus des reichsten Bürgers von Wien. Eine Truppe unter der Leitung der aufrührerischen Dame Zerbinetta ist auf Burlesque spezialisiert, während sich die andere auf ernsthafte und geschmackvolle Oper fokussiert hat. Da die Reihenfolge der Programmteile noch nicht festgelegt ist, geraten die beiden Gruppen in einen Streit darüber, wer die Bühne zuerst betreten darf. Der Haushofmeister beendet die Auseinandersetzung mit einer ungewöhnlichen Ankündigung: Das Abendessen hat zu lange gedauert, weshalb nun beide Vorstellungen gleichzeitig stattfinden müssen. Wie sich um Himmels Willen das Drama von Ariadne auf Naxos mit den schlüpfrigen Possen von Zerbinettas Truppe verbinden lässt, wird dem Publikum erst am Gran Teatro La Fenice in Venedig klar.




image Gran Teatro La Fenice / Fondazione Teatro La Fenice, Michele Crosera