’O Sole Mio: Opernarien und neapolitanische Lieder
Als ein bezaubernder Abend mit musikalischer Unterhaltung verbindet ’O Sole Mio: Opernarien und neapolitanische Lieder Opernklassiker mit dem Besten, was die neapolitanische Liedtradition zu bieten hat. Bei diesem Konzert, das in der Villa Fiorentino in Sorrent stattfindet, übernehmen ein Tenor und eine Sopranistin den gesanglichen Teil der Aufführung. Begleitet werden sie von einem Pianisten und einem Mandolinenspieler, die gemeinsam das Publikum in den Zauber und die Geschichte der italienischen Musiktraditionen eintauchen lassen. Da das Konzert an einem der faszinierendsten Orte an der Amalfiküste, der Villa Fiorentino aus dem frühen 20. Jahrhundert, stattfindet, bietet es Musikliebhabern eine wunderbare Mischung aus Melodien und einem bezaubernden Aufführungsort.
Das Programm beginnt mit einer Auswahl von Stücken aus dem musikalischen Repertoire von Giuseppe Verdi. Seine beliebte Oper La Traviata bildet die Eröffnungsmusik, beginnend mit È strano... sempre libera degg’io, einer gefühlvollen Arie für eine Sopranstimme. Es folgt Dei miei bollenti spiriti, ein Werk für einen Tenor, während sich die beiden Stimmen für das darauffolgende romantische und hoffnungsvolle Duett Parigi, oh cara vereinen. Danach erklingt ein Instrumentalstück von Pietro Mascagni, sein Intermezzo aus Cavalleria Rusticana.
Es folgt Gesangsmusik mit einer Interpretation der Vissi d’arte von Giacomo Puccini. Er schrieb diese Arie für seine vielseits geliebte Oper Tosca. In diesem Teil des Konzerts erklingt eine weitere Arie aus Tosca, diesmal E lucevan le stelle aus dem dritten Akt, in der eine Tenorstimme Momente persönlicher Ängste zum Ausdruck bringt. Im Anschluss daran erklingt das berühmte Duett Libiamo ne’ lieti calici, ein weiteres Stück aus der Feder Verdis für La Traviata. Seine einprägsame Melodie, die auch als Brindisi oder Trinklied bekannt ist, sorgt für eine heitere Atmosphäre. Der erste Teil der Veranstaltung endet mit Ndringhete ndrà, einem passenden Lied der neapolitanischen Tradition, das ebenso wie Brindisi lebensbejahend ist. Es ist auch ein Hinweis auf das, was noch folgen wird.
Nach einer Pause beginnt der zweite Teil mit der Tarantella di Piedigrotta, die von Luigi Ricci verfasst wurde. Besser bekannt als Tarantela Napoletana, ist es das berühmteste Lied, das Ricci für seine Opera buffa La festa di Piedigrotta schrieb. Als Nächstes steht das neapolitanische Lied Marechiare von Francesco Paolo Tosti auf dem Programm, eine reizende Melodie mit einem Text von Salvatore Di Giacomo aus dem Jahr 1886. Passend zum Schauplatz folgt eine Wiedergabe von Torna a Surriento, einem weiteren neapolitanischen Lied, das übersetzt Rückkehr nach Sorrent heißt.
Marenariello und Comme facette mammeta heißen die nächsten beiden Lieder, die beide von Salvatore Gambardella geschrieben wurden und für die jeweils andere Textdichter verantwortlich zeichnen. Es handelt sich bei beiden um Liebeslieder, von denen das eine eine Serenade ist, während das andere einen eher koketten Charakter zeigt. Funiculí Funiculá, das vielleicht bekannteste neapolitanische Lied überhaupt, bildet das Finale des Konzerts. Es wurde im Jahr 1880 von Luigi Denza zu einem Text von Peppino Turco anlässlich der Einweihung der ersten Standseilbahn auf den Vesuv geschrieben und hat einen schwungvollen Rhythmus, an dem sich alle Konzertbesucher erfreuen werden.
’O Sole Mio: Opernarien und neapolitanische Lieder bietet Einblicke in die italienischen Opern- und Volkslieder an einem fantastischen Ort in Sorrent, der wie geschaffen scheint für derartige musikalischen Abende.