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    Tancredi, Oper von G. Rossini

    Tancredi, Oper von G. Rossini

    Das Teatro dell’Opera di Roma präsentiert Tancredi, Gioachino Rossinis heroische Oper in zwei Akten. Tancredi ist ein frühes Beispiel für die Virtuosität und das musikalische Gespür des Komponisten, die hier außerhalb der komischen Operntradition zum Einsatz kommen, welche seine Karriere bis dahin geprägt hatte. Die Geschichte voller Liebe, Ehre und Verrat spielt in Syrakus während des Ersten Kreuzzugs. Sie basiert auf der Bühnentragödie Tancrède des französischen Aufklärers und Universalgelehrten Voltaire. Rossini arbeitete bei dieser Oper mit Gaetano Rossi zusammen, einem Librettisten, der unter anderem auch für seine Zusammenarbeit mit Gaetano Donizetti bekannt ist.

    Die Uraufführung von Tancredi fand am 16. Februar 1813 am Teatro La Fenice in Venedig statt. Rossini hatte daran gearbeitet, während er gleichzeitig eine weitere Oper für die venezianische Bühne schrieb, Il Signor Bruschino, die im Januar desselben Jahres Premiere hatte. Tancredi machte Rossini als Komponist der Opera seria bekannt. Im Gegensatz zu der komödiantischen Oper in einem Akt, die ihr vorausging, zeichnete sich Tancredi durch eine weitaus dramatischere Bandbreite mit edlen Themen und einer historischen Perspektive aus. Trotz der positiven Resonanz auf die formellere Oper nahm Rossini einige Änderungen vor, die bei der Aufführung von Tancredi in Ferrara im März 1813 wirksam wurden. Der Komponist entschied sich jedoch dazu, seine Änderungen rückgängig zu machen, womit die Oper zu ihrem früheren Zustand zurückkehrte. Diese Änderungen kamen erst im Jahr 1976 ans Licht, als die geänderte Partitur wiederentdeckt wurde.

    Die Handlung dreht sich um Tancredi, einen Syrakusaner, der aufgrund der politischen Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Häusern in der Stadt seit langem enterbt und verbannt ist. Die Lage in Syrakus ändert sich jedoch, als die Stadt ins Zentrum eines Machtkampfes im Mittelmeerraum gerät. Nachdem Syrakus einen unsicheren Waffenstillstand mit einer der Kriegsparteien geschlossen hat, müssen die internen Konflikte der Stadt beseitigt werden, um die Bedrohung durch eine andere Partei abzuwehren. Zwischen zwei führenden Familien wird ein Abkommen geschlossen, und die Tochter eines Adligen wird zur Heirat versprochen. Es handelt sich um Amenaide, die, wie sich herausstellt, in den Ausgestoßenen Tancredi verliebt ist.

    Als er verkleidet in die Stadt zurückkehrt, entdeckt Tancredi bald, dass die pflichtbewusste Amenaide in Lebensgefahr schwebt. Kann er sie vor ihrem Schicksal bewahren, und wird er dazu in der Lage sein, vergangene Differenzen beiseitezulegen, um Syrakus in ihrer Not zu helfen? Im Verlauf der Handlung muss Tancredi sich einem Duell stellen, um Amenaides Ehre zu verteidigen.

    Tancredi am Teatro Costanzi, dem Opernhaus von Rom, bietet eine großartige Gelegenheit, um einige der mitreißendsten und herzergreifendsten Melodien Rossinis zu genießen, nicht zuletzt die Arie Di tanti palpiti (Mein Herz schlägt so) aus dem ersten Akt, die der Titelheld singt, um seine Liebe zu Amenaide zum Ausdruck zu bringen.




    image Римский оперный театр / Silvia Lelli / Teatro dell'Opera di Roma