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Teatro dell'Opera di Roma


III (Poltrone di Platea), € 192
V (Palchi Laterali plt 1 Ord avanti), € 168
VI (Palchi Laterali 2 Ord avanti), € 114



I due Foscari, Oper von G. Verdi

I due Foscari, Oper von G. Verdi

Mit dem Orchester und Chor des Teatro dell’Opera di Roma vermittelt diese Inszenierung von Giuseppe Verdis I due Foscari am Teatro Costanzi in Rom die ganze Leidenschaft und Bandbreite an Emotionen von Byrons historischem Theaterstück The Two Foscari (Die beiden Foscari) aus dem Jahr 1821, auf dem die Oper basiert. Mit einem Libretto von Francesco Maria Piave, der bereits bei Ernani mit Verdi zusammengearbeitet hatte und später zu einem der wichtigsten Librettisten des Komponisten werden sollte, gilt diese Oper in drei Akten bei vielen als ein bedeutendes Werk in der Entwicklung des Maestros als Komponist psychologisch komplexer Musikdramen.

Verdi hatte im Jahre 1843 vorgeschlagen, das Drama des englischen Dichters für das Opernhaus La Fenice in Venedig zu adaptieren, doch die Idee wurde schließlich auf Eis gelegt. Piave war ein gefragter Librettist, als Verdi im folgenden Jahr begann, die Adaption von Byrons Theaterstück erneut in Betracht zu ziehen. Da Verdi sich zum Ziel gesetzt hatte, das Stück erneut in eine Oper zu verwandeln, ermutigte der Maestro Piave, Byrons Originaltext geringfügig zu überarbeiten. Er war der Ansicht, dass dem Stück die für eine Oper erforderliche theatralische Erhabenheit fehlte, und bat Piave daher, eine dramatischere und fesselndere Geschichte zu schaffen. Der angesehene Librettist enttäuschte nicht: Er bearbeitete den Ausgangstext so, dass dessen dramatische Bandbreite erweitert wurde, ohne dabei die leidenschaftlichen Gefühle zu verlieren, die der englische Dichter im Original zum Ausdruck gebracht hatte. Das wiederum gab Verdi die Möglichkeit, Musik für die Oper zu komponieren, die von starken Emotionen und kraftvollen Spannungen geprägt war.

I due Foscari wurde am 3. November 1844 am Teatro Argentina in Rom uraufgeführt. Die Handlung spielt im Jahr 1457 in Venedig und dreht sich um Francesco Foscari, den Dogen von Venedig, und seinen Sohn Jacopo. Die venezianischen Behörden, bekannt als der Rat der Zehn, sprechen Jacopo des Mordes für schuldig und verurteilen ihn zum Exil aus der Stadt. Sein Vater, der Doge, befindet sich in der wenig beneidenswerten Lage, seine Pflichten als Herrscher und als Vater gleichermaßen erfüllen zu müssen. Im Verlauf der Handlung kann das Publikum Francesco Foscaris Dilemma und seine innere Unruhe durch Arien wie O vecchio cor, che batti (Oh altes Herz, das du schlägst) nachempfinden, in der der Doge über seine Qualen angesichts des Schicksals seines Sohnes im ersten Akt nachsinnt. Ebenso wird Jacopos Situation in der Arie Dal più remoto esilio (Aus dem fernsten Exil), die ebenfalls aus dem ersten Akt stammt, eindringlich zum Ausdruck gebracht: Darin sinniert er kurz nach seiner Rückkehr nach Venedig über die Leiden des Exils und bekundet seine Liebe zu seiner Heimatstadt.

Verdis I due Foscari gilt oft als Höhepunkt seiner frühen Karriere. Diese Inszenierung am Teatro dell’Opera di Roma bringt sämtliche dramatischen Qualitäten von Piaves Libretto zur Geltung, untermalt von der Musik eines der größten Komponisten der italienischen Oper aller Zeiten, die durchweg von emotionaler Intensität geprägt ist.




image Римский оперный театр / Silvia Lelli / Teatro dell'Opera di Roma