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Caracalla-Thermen


Poltronissima, € 120
Settore A, € 90
Settore B, € 66
Settore C, € 48



Carmen, Opera von G. Bizet

Carmen, Opera von G. Bizet

Heutzutage gilt Carmen allgemein als eine der großartigsten Opern überhaupt. Leider hat sein Komponist Georges Bizet diesen Triumph nicht mehr erleben dürfen. Nur drei Monate nach der viel kritisierten Premiere an der Opera-Comique in Paris am 3. März 1875 erlag er einem Herzleiden. Doch Carmen bewies ihren immensen Wert und kommt nun in die Caracalla-Thermen nach Rom!

Als ihn der Auftrag der Opera-Comique erreichte, entschied Georges Bizet, dass das Genre aufgefrischt werden müsse. Anstatt sich mit den üblichen bürgerlichen Stoffen zu beschäftigen, engagierte er die Librettisten Henri Meilhac und Ludovic Halévy, um die Novelle von Prosper Mérimée für die Bühne zu bearbeiten und die unteren Schichten der Gesellschaft ins Rampenlicht zu rücken. Der rohe Realismus und die lodernde sexuelle Aufladung der Geschichte versetzten die moralistische höhere Gesellschaft von Paris in einen wahren Schockzustand.

Carmen nimmt uns mit in das Sevilla der 1820er Jahre, eine Umgebung, die mit Bizets Musik meisterhaft nachgebildet und neu interpretiert wird, obwohl der Komponist Spanien in seinem Leben nie besucht hat. Die Heldin ist eine schöne Roma-Frau, die Zigarren raucht, Streitigkeiten anzettelt, dabei ihren Charme einsetzt, um aus jeder Komplikation herauszukommen, und jeden Moment ihres Daseins voll auslebt.

Carmen mischt sich in die Romanze zwischen dem jungen Soldaten José und seiner zukünftigen Frau Micaëla ein, verursacht den beiden persönliche und berufliche Probleme, bevor sie ihn herzlos fallen lässt und sich mit dem Torero Escamillo einlässt. Am Ende konfrontiert der untröstliche José Carmen und ersticht sie nach ihrer wiederholten Zurückweisung.

Der Fokus der Handlung auf Sex, Frauenfeindlichkeit, Roma, Schmuggler und andere vermeintlich zwielichtige Gestalten von der Schattenseite der Gesellschaft kam bei den prüden Kritikern der damaligen Zeit nicht gut an, doch selbst in jenen frühen Tagen wagte niemand, Bizets fantastische Partitur zu diskreditieren. Nach umfangreichen Recherchen integrierte der französische Komponist Elemente spanischer Folklore und orientalischer Musik, um die einzigartige, sofort erkennbare musikalische Atmosphäre zu schaffen, die Carmens ewige Popularität antreibt.

Bereits im Vorspiel bezieht Bizet die bekannten Themen ein, die durch ein hartnäckiges chromatisches Motiv zusammengehalten werden, als wolle es uns an die unnachgiebige Macht des Schicksals erinnern. Die Melodien der Hauptdarsteller sind Fenster zu ihren Seelen: Carmens berühmte Arien wie die Habanera „L'amour est un oiseau rebelle“ („Die Liebe ist ein rebellischer Vogel“) oder die Seguidilla „Près des remparts de Séville“ („Vor den Mauern von Sevilla“) enthüllen und entwickeln ihren Charakter ebenso wie Escamillos männlicher Toreador-Song oder Josés sanftes Duett mit Micaëla „Ma mère, je la vois“ („Meine Mutter, ich sehe sie“). Das rohe, zeitlose Spektakel von Carmen wird auf der Bühne der Terme di Caracalla erneut lebendig.




image Terme di Caracalla / Photo by C.M. Falsini