Rigoletto, Oper von G. Verdi
Giuseppe Verdi liebte literarische Klassiker und er verwandelte sie mit unnachahmlichen Können in Opern. Seine Verehrung für die Original-Autoren scheint durch jede Note und das intensiven Drama Rigoletto ist da keine Ausnahme. Aufbauend auf dem sehr kontroversen Stück Le Roi s’amuse von Victor Hugo, macht die klassische italienische Oper die Verkommenheit der aristokratischen Höfe zum Thema und beschäftigt sich mit den unmoralischen Angewohnheiten des Adels. Ähnlich wie der Dramatext des Originals traf auch Verdis Rigoletto wiederholt auf das Veto der königlichen Zensoren, bis die Aufführung endlich gestattet wurde. Die Premiere am Theater La Fenice in Venedig am 11. März 1851 war ein rauschender Erfolg, sowohl wegen der ergreifenden Geschichte, als auch wegen der opulenten, einnehmenden Musik. In dieser Saison bezaubert und schockiert Rigoletto auf der Bühne des Teatro Aurora in Florenz-Scandicci.
Der ursprüngliche Titel von Rigoletto war La maledizione oder Der Fluch und der Plot zeigt, warum das so war: der Herzog von Mantua ist ein Womanizer, der keinerlei Skrupel hat, selbst die Ehefrauen und Töchter seiner Höflinge zu verführen und sein Hofnarr Rigoletto feuert ihn dabei noch an und macht sich auf bösartige Art und Weise über die verhöhnten Familien lustig. Nach einem weiteren solchen Rendezvous belegt der hintergangene Vater den Herzog und seinen Komplizen mit einem Fluch. Dieser kommt auf schockierende Art zum Tragen, als sich Rigolettos eigene Tochter Gilda in Mantua verliebt, der ihr vorgaukelt, er sei ein Student aus der Fremde. Der Hofnarr ist darüber so verärgert, dass er einen Killer engagiert, um den Verehrer loszuwerden – doch die vielen Jahre, in denen er ihn unterstützt und die Opfer seines Herren verhöhnt hat, werden sicher nicht einfach so vergessen werden. Der Plot Twist bringt schließlich Gerechtigkeit und eine der sicher schockierendsten Enthüllungen in der Geschichte der Oper, die wegen Verdis begeisternder Musik noch kraftvoller wirkt.
Die Partitur von Rigoletto steckt voller legendärer Melodien, aber keine davon ist bekannter als ‘La donna è mobile’, die spielerische Arie aus dem ersten Akt vom lüsternen Herzog von Mantua. Nach der triumphalen Premiere am Theater La Fenice sangen die Zuschauer genau diese Melodie am nächsten Morgen. Am Teatro Aurora in Florenz-Scandicci, werden Verdis ansteckende Melodien erneut in den Ohren der Opernliebhaber klingen